Amazone, Horsch, Kverneland und Väderstad: Vier Einzelkornsägeräte im Vergleich
In der profi-Ausgabe 11/24 sind zahlreiche Ergebnisse zu den Fronttanks- und Düngersystemen der jeweiligen Hersteller erschienen. Einen Monat später ging es um die Sämaschinen der jeweiligen Front-/Hecktankgeräte. Hier finden Sie alle Details auf einen Blick, ergänzende Videos und zusätzliche Fotogalerien.
vor 5 Monaten
Wir haben zur Maisaussaat vier Einzelkornsägeräte miteinander verglichen und verschiedenste Messungen erhoben. Im ersten Teil des Vergleichs haben wir uns auf die Düngersysteme und Fronttanks fokusiert. Natürlich haben wir die Maschinen auch mit der Kamera begleitet:
Im zweiten Teil haben wir uns dann auf die Sämaschinen konzentriert.
Amazone Precea 6000-2FCC und FTender 1600
Amazone behauptete sich im Test mit dem Ftender 1600-Fronttank und der Precea 6000-2FCC.
(Bildquelle: Schildmann)
Trotz der Größe lässt sich der Deckel gut bedienen. Schön wäre ein Gummilappen als Abweiser zwischen Deckel und Tank.
(Bildquelle: Schildmann)
Viele Details: Werkzeuglos aufstellbare Siebe, ein weit öffnender Deckel und die optionale Befüllschnecke.
(Bildquelle: Schildmann)
Amazone ging mit einem gekoppelten Düngerschar in den Ring, das eine relativ zur Sätiefe eingestellte Düngerablage ermöglicht. Freigegeben ist die Precea theoretisch bis 15 km/h — im Test hat sie auch bei 18 km/h gut gearbeitet.
(Bildquelle: Schildmann)
Viele Details: Handwaschbehälter, Staufach, TwinTerminal und Rangierrollen.
(Bildquelle: Schildmann)
Komfortabel sind die Schnellentleerung und die Einführhilfe für den Abdrehsack.
(Bildquelle: Schildmann)
Über das TwinTerminal lässt sich das verwogene Gewicht nach dem Abdrehen eingeben.
(Bildquelle: Schildmann)
Die Abstellrollen erlauben das Rangieren des Fronttanks auf einem ebenen Untergrund.
(Bildquelle: Schildmann)
In den weiß-orangenen Rollen sind z. B. zusätzliche Dosierrotoren geparkt. Vorne hat man den Abdrehsack im direkten Zugriff.
(Bildquelle: Schildmann)
Der Dosierrotor lässt sich gut zugänglich ausbauen, allerdings nicht werkzeuglos.
(Bildquelle: Schildmann)
Die Düngerschläuche sind akkurat verlegt, verdecken jedoch leicht die Sicht auf die Aggregate.
(Bildquelle: Schildmann)
Bei der angebauten Precea ist der Rahmen asymmetrisch geteilt, um zum Beispiel auch 9 Reihen mit 75 cm Reihenweite zu ermöglichen.
(Bildquelle: Schildmann)
Amazone trat im Test mit einem Verteilerkopf samt Einzelreihenschaltung an.
(Bildquelle: Schildmann)
Für die Vereinzelung nutzt Amazone einen serienmäßig elektrisch einstellbaren Abstreifer.
(Bildquelle: Schildmann)
Die Abdrehrutsche kann an der Precea beidseitig positioniert werden, links und rechts am Säorgan.
(Bildquelle: Schildmann)
Unter dem Tankdeckel der ersten Reihe ist ab Werk die Rutsche zur Restentleerung geparkt.
(Bildquelle: Schildmann)
Eine runde Sache: Der Tankauslauf sitzt tief und es gibt kaum innenliegende Bauteile, die die Restentleerung erschweren.
(Bildquelle: Schildmann)
Amazone nutzt zwischen den Doppelscheibenscharen zur Saatgutablage eine beschichtete Schleifkufe unter dem Schussrohr.
(Bildquelle: Schildmann)
Die Hebel und Griffe zum Einstellen der Andruckräder und der Sätiefe sind gut von hinten zugänglich und mit eingeprägten Beschriftungen versehen — sehr schön.
(Bildquelle: Schildmann)
Mit wenigen Handgriffen ist der Dosiermotor an der Mikrogranulateinheit demontiert.
(Bildquelle: Schildmann)
Horsch Maestro 9RX und Partner 2000 FT
Horsch präsentierte im Test den Fronttank Partner 2000 FT und die Maestro 9RX.
(Bildquelle: Schildmann)
Einziger Fronttank mit gelenktem Reifenpacker im Test. Die Gewichtsplatten sind optional erhältlich.
(Bildquelle: Schildmann)
Die gekörpften Handgriffe mit gelaserten Plättchen zur Zuordnung der Funktion sind klasse.
(Bildquelle: Schildmann)
Der Tank baut weit nach vorne, was die Zugänglichkeit zum Anbau positiv beeinflusst.
(Bildquelle: Schildmann)
Bei Horsch muss man bauartbedingt zwei Stufen erzwingen, um den Tank zu erreichen.
(Bildquelle: Schildmann)
Trotz des weit öffnenden Deckels ist der Doppeltank vornehmlich für die Bigbag-Befüllung ausgelegt.
(Bildquelle: Schildmann)
Mithilfe von zwei verschiedenen Federn forciert Horsch am Düngerschar eine feinfühlige Schardruckverstellung.
(Bildquelle: Schildmann)
Zum An- und Abbauen der Maestro haben die Konstrukteure viel Platz vorgesehen. Zum Nachteil des Schwerpunktes und der Achslasten.
(Bildquelle: Schildmann)
Zwischen dem Dünger- und Säschar erlaubt Horsch die Integration eines gefederten und absteckbaren Räumsternes.
(Bildquelle: Schildmann)
Die Saattanks von innen: Keine störenden Querstreben und kaum Schrauben oder ähnliches, auf denen sich Saatgut ablagern kann.
(Bildquelle: Schildmann)
Zur Restmengenentnahme muss man die Säscheibe demontieren — das geht komfortabler.
(Bildquelle: Schildmann)
In Kombination mit dem Doppeltank in der Front und der Möglichkeit zur separaten Ausbringung von Mikrogranulat sind im Heck zwei Verteilerköpfe montiert. Für den Dünger hatte Horsch Saatrohrüberwachungen installiert.
(Bildquelle: Schildmann)
Beide Dosiergeräte können die Produkte wahlweise in Förderstrecke 1 oder 2 abgeben.
(Bildquelle: Schildmann)
Den Abdrehsack muss man etwas filigran in die Schlitze der Förderstrecke einführen.
(Bildquelle: Schildmann)
In puncto Handhabung ein funktionaler und oftmals einfach gehaltener Aufbau. Bei den Prüfstands- und Feldversuchen schnitt das System mehrfach am besten ab.
(Bildquelle: Schildmann)
Die Saattiefe stellt man per Bolzen ein. Zur Einbettung war die kombinierte Gummi-/Fingerrolle im Einsatz.
(Bildquelle: Schildmann)
Kverneland Optima F 8 x 75 und F-drill maxi
In der Front brachte Kverneland den F-Drill Maxi mit, im Heck die Optima F 8x75.
(Bildquelle: Schildmann)
Mit seitlich geöffneten Deckeln kann man weiterhin mit Freisicht vorwärts rangieren — klasse.
(Bildquelle: Schildmann)
In Testkonfiguration hatte Kverneland — wie auch alle anderen Hersteller — eine hydraulische Schardruckballastierung integriert. Die Reihenentlastung erfolgt hier über eine integrierte Zugfeder.
(Bildquelle: Schildmann)
Die hier noch tiefmontierten und schlecht zugänglichen Siebe sind laut Kverneland mittlerweile überarbeitet.
(Bildquelle: Schildmann)
Im Staufach sind neben den Rotoren auch verschiedene Waagen für z.B. Mikrogranulat und Dünger platziert.
(Bildquelle: Schildmann)
Den Abdrehsack ohne vorgesehene Position unterzuhängen ist nicht komfortabel.
(Bildquelle: Schildmann)
Zum Verwiegen gibt es deine definierte Position. Bedingt durch die undefinierte Form des Sacks ist der Vorgang nicht sonderlich komfortabel.
(Bildquelle: Schildmann)
Kverneland bietet beidseitige Entleerungen für größere Restmengen — klasse.
(Bildquelle: Schildmann)
Am Tank von Kverneland lässt sich der Füllstandssensor von außen umpositionieren - sehr schön.
(Bildquelle: Schildmann)
Die guten Ergebnisse in den Querverteilungsversuchen führt der Hersteller unter anderem auf den Verlauf und genutzten Materialien in der Förderstrecke zurück.
(Bildquelle: Schildmann)
Der tief positionierte Stützfuß mittig unter dem Tank begrenzt die Bodenfreiheit. Dies sollte aber in den meisten Fällen keine Probleme darstellen.
(Bildquelle: Schildmann)
Um die Maschine beispielsweise An- oder Abzubauen, kommt man problemlos zwischen Traktor und Maschine.
(Bildquelle: Schildmann)
Die einfachwirkende Schardruckballastierung lässt sich über eine Feder auch entlasten.
(Bildquelle: Schildmann)
Ab sofort gibt es alterantiv zur klassischen hydraulischen Schardruckballastierung auch eine doppeltwirkende Variante mit Einzelreihenansteuerung.
(Bildquelle: Schildmann)
Zur Restmengenentleerung gibt es eine Einsteckrutsche mit Schlauch und Wanne.
(Bildquelle: Schildmann)
Im Staufach finden unter anderem der Schlauch samt Restmengenrutsche sowie verschiedenes Zubehör ihren Platz.
(Bildquelle: Schildmann)
Tiefenverstellung per Kurbel mit Skala — das passt. Ab Werk gibt es nur zwei Varianten an Einbettungswerkzeugen.
(Bildquelle: Schildmann)
Bei Kverneland ist der manuell einstellbare Abstreifer im Säherz-Deckel positioniert.
(Bildquelle: Schildmann)
Einzig bei Kverneland benötigt man Werkzeug, um die Säscheiben zu tauschen.
(Bildquelle: Farina Schildmann, Landwirtschaftsverlag GmbH)
Im Saattank sind Streben integriert. Diese verschlechtern das Leerlaufverhalten.
(Bildquelle: Schildmann)
Unter einer Abdeckung sind die jeweiligen Dosierräder für die Mikrogranulatdosierungen geparkt.
(Bildquelle: Schildmann)
Väderstad TPV 8 WSX und FH-Fronttank
Beim Vergleichstest trat Väderstad mit der Einzelkorndrille TPV 8 WSX und dem Fronttank FH an.
(Bildquelle: Farina Schildmann, Landwirtschaftsverlag GmbH)
Der FH2200 nutzt zwei Dosierrotoren, die wahlweise einzeln oder beide angesteuert werden - je nach Ausbringmenge.
(Bildquelle: Schildmann)
Zum Abdrehen muss man keine Klappe öffnen, sondern diese Dosierweiche entnehmen.
(Bildquelle: Schildmann)
Der Abdrehsack wird anschließend zum Abdrehen in die Förderstrecke eingeschoben.
(Bildquelle: Schildmann)
Tankdeckel: schwer, groß und ohne Windsicherung, aber immerhin mit komfortabler Zentralverriegelung.
(Bildquelle: Schildmann)
Einzig Väderstad bietet eine Rührwelle im Tank an, um schlechten Düngerqualitäten entgegen zu wirken.
(Bildquelle: Schildmann)
Allein Väderstad nutzt eine gezogene Schwingengeometrie für die Tiefenführungsräder. Schmiernippel gibt es nur am Spuranzeiger, am Hauptrahmen und an den Düngerscharen.
(Bildquelle: Schildmann)
Dank der übersichtlichen Schlauchverglegung ist auch die Einsicht auf die Einzelreihen gut.
(Bildquelle: Schildmann)
Weit oben positioniert gibt es ein Staufach, worin in der Regel zum Beispiel die Waage zum Abdrehen des Düngertanks positioniert ist.
(Bildquelle: Schildmann)
Nach dem Ausklappen muss man die Beleuchtung samt Warntafel umständlich per Hand umstecken.
(Bildquelle: Schildmann)
Mit den doppeltwirkenden Hydraulikzylindern können die Reihen sogar bei der Anlage von Fahrgassen ausgehoben werden.
(Bildquelle: Schildmann)
In der Testaussstattung wurde an jeder Reihe einzeln der Auflagedruck auf den Tiefenführungsrädern gemessen. Folglich steuerte die Maschine den Schardruck automatisch nach.
(Bildquelle: Schildmann)
Mit etwas Geschick des Fahrers sind im Tank ablagernde Saatgutreste kein wirkliches Problem.
(Bildquelle: Schildmann)
Die Dosierkerne für das Mikroganulat sind einfach und werkzeuglos zu tauschen.
(Bildquelle: Schildmann)
Das Schussrohr ist bei der Tempo im Vergleich zu anderen Sägeräten etwas über dem Boden positioniert.
(Bildquelle: Schildmann)
Die beiden Dosierantriebe lassen sich dank Bajonettverschluss werkzeuglos ausbauen.
(Bildquelle: Schildmann)
Die Vereinzelungsaggregate stellen sich auf Wunsch automatisch ein, um Doppel- und Fehlstellen zu vermeiden.
(Bildquelle: Schildmann)
Gute Zugänglichkeit: Sätiefeneinstellung und Einbettungswerkzeuge lassen sich gut von hinten erreichen.
(Bildquelle: Schildmann)
Das Düngerschar lässt sich werkzeuglos in der Tiefe verstellen — sehr schön.
(Bildquelle: Schildmann)
Unsere ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier!
Die detaillierten Testergebnisse und -noten finden Sie in den jeweiligen Beiträgen. Hier mit Fokus auf die Fronttanks und die Düngerverteilung:
Hier mit Fokus auf die Sämaschinen:
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