Marktübersicht Schlagkartei-Apps: Wissen aus der Hosentasche
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Gut zu wissen
- Die Apps synchronisieren sich regelmäßig mit dem Hauptprogramm.
- Dadurch funktionieren sie auch in Funklöchern.
- Sie navigieren und dokumentieren mit der Ortung des Gerätes.
Was einfach und plausibel klingt, ist für die Anbieter eine große Herausforderung. Denn nicht überall wo geackert, gesät, gespritzt, gedüngt und geerntet wird, gibt es Mobilfunk. Hinzu kommt, dass sich die volle Funktionalität einer Desktop-Anwendung nicht auf einem Smartphone-Bildschirm abbilden lässt. Ebenfalls ist es wichtig, dass die Mitarbeiter draußen zwar ihre Aufträge öffnen und Maßnahmen erfassen können, Daten wie Preise oder Löhne sollten sie aber nicht sehen oder gar ändern können.
Smart Farming: Smartphone und Tablet
Sowohl bei der grundsätzlichen Technik wie auch bei den Inhalten und Funktionen der Apps gibt es viele Gemeinsamkeiten. So puffern alle Schlagkartei-Apps die Daten zwischen, wenn der Mobilfunk ausfällt. Beim jeweils nächsten Log-in in das Internet werden diese in beide Richtungen ausgetauscht. Einzig das MR Ackerschlag-Online von der MR-Agrarnetz GmbH aus Heide in Dithmarschen ist nicht wirklich eine App, sondern eine spezielle Online-Version, die für Smartphones optimiert wurde.
Die jeweilige App ist in den meisten Fällen inhaltlich ein Spiegelbild der Browserversion. Manche Apps sind komplett autark, so dass sich darüber auch Betriebe, Schläge, Mittel, Mitarbeiter und Maschinen anlegen lassen. Die meisten sind aber so programmiert, dass man seinen Betrieb und die Schläge zuvor online am PC anlegen muss, um auch die App nutzen zu können.
Diese dient dann dazu,
- die bereits gebuchten Maßnahmen in der Chronologie der Schläge zu sehen,
- durchgeführte Maßnahmen sofort auf dem Feld zu buchen,
- zuvor erstellte Aufträge nach der Durchführung zu bestätigen und eventuell vorher zu korrigieren,
- neue Aufträge von dem Betriebsleiter zu empfangen oder selbst anzulegen.
- Dank einer Schlagkartei-App sind Stift und Block entbehrlich, und es gehen keine Informationen verloren.
Die Apps sind kostenlos
Alle Schlagkarteien mit Ausnahme von MobileASK-Pro haben eine Importfunktion für die Feldumrisse aus den Antragsprogrammen oder Vermessungen. Teils werden weitere Schlagdaten wie die FLIK-Nummer und die aktuelle Frucht mit übernommen. Das erspart viel Handarbeit bei der Einrichtung, und diese Daten stehen dann auch in der App zur Verfügung. Um neue Schläge nachzufügen, bieten manche Apps wie Farmdok eine Zeichenfunktion.
Während die Apps an sich kostenlos sind, gilt dies in der Regel nicht für den Einsatz zusammen mit dem jeweiligen Onlineportal. Eine Ausnahme bilden derzeit das System aus App und Portal von Farmtune sowie bis Ende dieses Jahres das MeinAcker vom Bundesverband der Maschinenringe.
Wo wir gerade bei den Maschinenringen sind: Neben dem Maschinenring Dithmarschen haben die Ringe Hunsrück, Kassel, Wetterau und Steinfurt-Bentheim spezielle Schlagkarteien mit entsprechenden Apps im Angebot. Diese stammen von Plantivo.
Bei den weiteren Apps ist nach einer Testphase eine kostenpflichtige Freischaltung der Hauptschlagkartei nötig. Einzig MobileASK-Pro von Rißler funktioniert als eigenständige Android-App ohne Onlineportal. Für das Betriebssystem iOS gibt es diese App nicht. Listen und Auswertungen erzeugt sie als pdf-Datei, die sich per E-Mail auf den Betriebs-PC übertragen lässt.
Feldnavigation
Alle Apps arbeiten über den GNSS-Empfänger des iPhones oder Smartphones mit Ortsbezug und sind mit dem jeweiligen Kartenprogramm des Mobilgerätes verknüpft. Auf die Weise lassen sich die Schlagumrisse mit Karten oder Luftbildern im Hintergrund anzeigen. Zudem ist es möglich, dass das Navigationsprogramm des Smartphones den Mitarbeiter zum Feld führt.
Jenen Mitarbeitern, die nicht die Schlagkartei-App benutzen, oder dem Lohnunternehmer, der keine Freischaltung für den Betrieb hat, kann der Betriebsleiter eine Ortsmarke schicken. In manchen Apps lässt sich zusätzlich die Feldeinfahrt mit einer Ortsmarke versehen.
Dort angekommen, kann die App den Schlag erkennen und sofort für eine Buchung vorschlagen. Auf die Weise wird die benötigte Arbeitszeit auf dem jeweiligen Feld automatisch gebucht.
Manche App, wie die von ProFlura, hat eine sogenannte Tracking-Funktion. Diese lässt sich aktivieren, um eine Spur im Sekundentakt aufzuzeichnen. Dies kann später als Gedächtnisstütze genutzt werden, um Maßnahmen z. B. auf Teilflächen besser zuzuordnen. Weil die Spur allein noch nichts über die ausgeführte Tätigkeit aussagt, kann 365FarmNet die Schlagkartei-App mit der Geräteerkennung Active-Box kombinieren (profi 6/2019, Seite 80).
Ohne weitere Hardware beinhaltet die App Farmdok einen Fuhrenzähler. Dazu wertet die Software aus, wie oft z. B. ein Güllelager angefahren wurde. Neben solchen praktischen Funktionen zeichnen sich besonderes die älteren Anbieter dadurch aus, dass sie sehr viel inhaltliche Erfahrung in ihr System und damit auch in ihre die App gebracht haben.
Besonders Next Farming von FarmFacts weist eine sehr viele Schnittstellen auf. Dazu gehört die Datenübertragung über den agrirouter sowie die Einbindung von SmartFarming-Funktionen. Und damit die Einrichtung der Apps reibungslos funktioniert, gibt es von den meisten Anbietern Video-Anleitungen auf YouTube.