Direktsämaschine Horizon Agriculture DSX 40-20: Direktsaat am Horizont
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Gut zu wissen
- Jedes Zellenrad dosiert in die vordere, hintere oder in beide Scharschienen.
- Die Saat wird vom Unterschnitt-Einscheibenschar mit Bodenleitrolle und Druckrolle eingebettet.
Die DSX ist eine klassische Direktsämaschine, die sich aber auch für die Aussaat nach einer Bodenbearbeitung eignen soll. Die eingesetzte DSX 40-20 ist mit 4 m Arbeitsbreite die kleinste Maschine. Darüber hinaus hat Horizon sieben weitere Varianten von 4,80 bis 9 m Arbeitsbreite im Angebot. Eine Drille mit 3 m Arbeitsbreite gibt es nicht. Die 4 bis 8 m breiten Maschinen werden auf 3 m Transportbreite geklappt. Die 9-m-DSX ist auf der Straße 3,40 m breit.
Horizone Agriculture: Erweiterbares Konzept
Der 4,4 m3 große Überdruck-Saattank ist serienmäßig im Verhältnis 60:40 geteilt, um zeitgleich zwei Fruchtarten oder Dünger auszubringen. Optional gibt es sogar drei Abteile mit der Aufteilung 60:10:30.
Dosierrichtung frei wählbar
Das dosierte Saatgut wird pneumatisch über zwei Leitungen zu je einem Verteilerkopf hinter den Tank gefördert. Jeder Verteiler ist einer Scharschiene zugeordnet. Und an jedem der drei Dosieraggregate lässt sich über eine Weiche einstellen, ob das Saatgut oder der Dünger zur vorderen, zur hinteren oder zu beiden Scharschienen gefördert werden soll.
Einscheiben-Säschar
Außen an der Säscheibe nach hinten versetzt rotiert ein federbelastetes Vollgummirad. Da es formschlüssig an der Säscheibe arbeitet, dient es zum einen als Abstreifer. Zum anderen hält es den leicht angehobenen Boden zurück, so dass er sich sofort zurück auf die Saatfurche legt.
Zur Rückverfestigung und Tiefenführung folgt eine Druckrolle, dessen entgegengesetzter Winkel zur Säscheibe an die Einsatzbedingungen anpassbar ist. Außerdem gibt es zwei Vollgummiprofile: die V-Form für schwere Böden bzw. Direktsaat, die W-Form für leichtere bzw. bearbeitete Standorte. Die Scharaggregate sind über ein Parallelogramm angelenkt. Für den Schardruck bis maximal 245 kg sorgt in jedem Parallelogramm serienmäßig ein Hydraulikzylinder.
Dieses Einbettungsprinzip wurde von der Firma Boss in Australien entwickelt. Auch die Boss-Drillmaschinen von Sly France arbeiten nach wie vor mit diesem Konzept.
Schlepper-Anforderungen
Gekoppelt wird die Drille für einen engen Wendekreis am Vorgewende in den Unterlenkern. Für die hydraulischen Funktionen sind je ein dw-Ventil für die Geräteklappung und das Fahrwerk sowie je ein ew-Ventil mit freiem Rücklauf für das Gebläse und den Schardruck erforderlich.
Serienmäßig ist die DSX mit dem Artemis-Terminal von RDS ausgestattet. Zur Füllstandsüberwachung hat jedes Tankabteil eine Kamera, zusätzlich sitzt im Heck eine Rückfahrkamera. Das Terminal kann für die teilflächenspezifische Aussaat freigeschaltet werden. Dank ISO-Bus ist die Bedienung über einen Task-Controller mit einem entsprechenden Schlepperterminal möglich.
Keine Schönwetter-Drille
Weitere Details
- Optional gibt es Furchenräumer, um die Saatreihen bei großen Mengen an organischem Material freizuräumen. Sie werden pneumatisch zugeschaltet und sind mit ihrem Eigengewicht oder zusätzlichem Druck belastet.
- Eine Schaltung für Fahrgassen gehört zur Wunschausstattung.
- Die Wartung ist dank gekapselter Lager und Bronze-Buchsen an den Säaggregaten auf ein Minimum begrenzt. Schmiernippel gibt es nur an den Klappgelenken und der Zugdeichsel.
- Auf Wunsch ist ein extra Flüssigdüngertank lieferbar, dessen Membranpumpe den Dünger zu den Scharen fördert.
- Die 4 m breite Horizon DSX kostet je nach Ausstattung laut Liste zwischen 93 500 und 164 000 Euro (alle Preise ohne MwSt.).
- Ein deutscher Vertrieb ist derzeit noch im Aufbau. Sobald die Vertragsverhandlungen abgeschlossen sind, werden wir dies in profi veröffentlichen.