Einsatzbericht: Nanolike 0G-basierte Silofüllstandsanzeige: Füllstand auf`s Handy
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Gut zu wissen
- Es arbeitet nicht so genau wie eine Wiegeeinrichtung, sagt anhand des Verbrauchs aber den Füllstand für mehrere Tage voraus.
- Es erfordert weder Strom, WLAN noch eine SIM-Karte.
Nanolike: Füllstand unter Kontrolle?
Die Basis ist ein Sensor mit integriertem Dehnmessstreifen. Aus der Biegung des Streifens berechnet die Technik im Rechenzentrum von Nanolike später den Füllstand im Silo. Die Messwerte überträgt das System mit einem nahezu an jedem Ort verfügbaren Sigfox-Funksignal zum Server von Nanolike. Hier wertet eine Software den Füllstand aus und vergleicht den Wert mit dem Verbrauch der letzten Tage. Das Ergebnis der Berechnung schickt der Server kurz danach wieder zurück auf den PC und das Smartphone des Landwirts.
Wer möchte, bekommt neben dem aktuellen Füllstand des Silos auch einen Alarm angezeigt bzw. eine Meldung geschickt, damit die nächste Futterbestellung nicht vergessen wird bzw. zeitig genug erfolgt.
Eine weitere Funktion der Nanolike-Software: Über widerrufbare Lizenzen kann beispielsweise auch der Futtermittelhändler die Füllstände der Silos am Hof jederzeit kontrollieren. Dieser kann so nicht nur dafür sorgen, dass in den Silos das Futter niemals ausgeht. Er kann auch seine Touren besser planen und somit kostensparend neues Futter auf den Hof bringen.
Einfache Installation
Nach dem Bohren von drei Löchern installiert der Monteur den Sensor, die dazugehörige Elektronik sowie Funksender und Batterie. Beim Kalibrieren des Spannungswertes mit einem Messgerät versendet die Apparatur im eigenen IoT-Netzwerk bereits das erste Sigfox-Funksignal (0G-Netz) in die Cloud von Nanolike. Postwendend werden die Daten dann wie beschrieben an das Smartphone vom Landwirt verschickt.
Die Kehrseite der Medaille: Das Verschicken der Gewichtsdaten erfolgt lediglich einmal pro Stunde. Das reicht, um die Silofüllstände jederzeit gut zu überblicken. Zum Befüllen eines Mischwagens mit Schrot ist der zeitliche Abstand der Messungen jedoch zu groß und folglich für Zwecke wie diese unbrauchbar.
Hinzu kommt, dass auch die Füllstandsmessung in erster Zeit eher ein guter Schätzwert ist. Tatsächlich können die angegebenen Messwerte schon mal um 500 kg vom Istwert abweichen. Nanolike selbst weist für das System eine Messtoleranz von 10 % aus. Bei einem 25-t-Silo kann die Abweichung so bis zu 2,5 t betragen. Interessierte sollten folglich die Erwartungen an das System nicht zu hoch ansetzen.
Gut gefällt, dass das System ständig selbst hinzulernt. Wer z. B. nach jeder Lieferung die Futtermenge eingibt, trägt dazu bei, dass sich das System selbst kalibriert und die Werte mit jeder Lieferung genauer werden.
Die Kosten
Am Rande: Sollte sich in den ersten Wochen nach der Installation herausstellen, dass die Technik nicht zur vollsten Zufriedenheit des Landwirts arbeitet, sichert Nanolike eine zeitnahe Deinstallation des Systems mit einer Rückerstattung der Kosten zu.
Wer ist Nanolike?
Seitdem ermöglicht die Messung gasförmiger, flüssiger und rieselfähiger Stoffe in der Industrie und Landwirtschaft die Optimierung von Lieferketten. Aktuell beschäftigt das in Toulouse ansässige Unternehmen 18 Mitarbeiter. Im März 2020 wurde eine Niederlassung in Deutschland gegründet, die seitdem mit dem Aufbau eines Händlernetzes beschäftigt ist.
Kurz erklärt:
Derzeit ist bei uns der Aufbau eines 5G-Netzes in aller Munde. Weniger bekannt ist, dass gerade parallel für das Internet of Things (IoT) weltweit das sogenannte 0G-Netz aufgebaut wird. Bei einer freien Funkfrequenz unterhalb von 1 000 MHz erlaubt es im ISM-Bandbereich die Übertragung von Nachrichten mit geringer Datenrate über weite Strecken bei zugleich minimalem Stromverbrauch. Firmen können so z. B. den Weg ihrer Waren mit Einhaltung der Kühlkette vom Erzeuger bis zum Endkunden überwachen.
Der wohl größte Akteur in diesem Sektor ist das französische Unternehmen Sigfox. Es wurde 2009 mit Unterstützung der französischen Regierung gegründet und betreibt nach eigenen Angaben in 72 Ländern ein eigenes 0G-Netz und erreicht damit 1,3 Mrd. Menschen auf 5,8 Mio. km2.
Fazit
Durch die Vergabe von Nutzungsrechten erlaubt das auf einer Funk- und Cloudlösung basierende System auch, den Futtermittelhändler mit ins Boot zu nehmen. Allen Vorteilen zum Trotz: Das System ist keine Waage und kann diese auch nicht ersetzen.
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