Kuhn SPW Power 19.2 DL selbstfahrender Mischwagen: Niedrig, schmal und vertikal
Die Abmessungen des neuen Selbstfahrers SPW Power von Kuhn sind für wachsende Betriebe interessant, vor allem wenn noch in Altgebäuden gefüttert werden soll.
Für den Markt der großen selbstfahrenden Futtermischwagen präsentierte Kuhn den SPW Power auf der EuroTier 2022. Interessant sind vor allem die Abmessungen: Bei zwei vertikalen Schnecken und 19 m³ Behältervolumen baut der neue SPW Power gerade mal 2,75 m hoch, bei 18 m³ sogar nur 2,65 m. Aber: Der Wagen ist knapp 11 m lang!
(Quelle: profi)
John Deere Vierzylinder im Kuhn SPW Power 19.2 DL selbstfahrenden Mischwagen
Anders als bei seinen größeren Brüdern, die von einem 250 PS starken Volvo Penta Motor befeuert werden, wird der niedrige SPW-Power von einem Vier-Zylinder John Deere Motor mit der Abgasstufe V angetrieben. Er leistet bis zu 167 PS und ist quer zwischen Kabine und Mischbehälter eingebaut. Direkt angeflanscht sind die Hydraulikpumpen für die verschiedenen Antriebe (z. B. Fahrantrieb, Fräse, Mischschnecken).
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Für den Markt der großen selbstfahrenden Futtermischwagen präsentierte Kuhn den SPW Power auf der EuroTier 2022. Interessant sind vor allem die Abmessungen: Bei zwei vertikalen Schnecken und 19 m³ Behältervolumen baut der neue SPW Power gerade mal 2,75 m hoch, bei 18 m³ sogar nur 2,65 m. Aber: Der Wagen ist knapp 11 m lang!
(Quelle: profi)
John Deere Vierzylinder im Kuhn SPW Power 19.2 DL selbstfahrenden Mischwagen
Anders als bei seinen größeren Brüdern, die von einem 250 PS starken Volvo Penta Motor befeuert werden, wird der niedrige SPW-Power von einem Vier-Zylinder John Deere Motor mit der Abgasstufe V angetrieben. Er leistet bis zu 167 PS und ist quer zwischen Kabine und Mischbehälter eingebaut. Direkt angeflanscht sind die Hydraulikpumpen für die verschiedenen Antriebe (z. B. Fahrantrieb, Fräse, Mischschnecken).
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Damit die niedrige Bauhöhe erreicht wird, ist der Mischbehälter zwischen den Achsen eingelassen. Dafür hat Kuhn auf Basis des Einschneckenmischers SPV einen neuen Rahmen entworfen, auf dem auch der Zweischnecken-Mischer Platz findet. 70 % des leer 15 t wiegenden Selbstfahrers lasten auf der angetriebenen Vorderachse. Bei über 11 m Länge ist eine gute Wendigkeit nötig, damit das „Schiff“ in die Ställe manövriert werden kann. Dafür ist der SPW mit einer Vierradlenkung ausgerüstet. Vorne sind 20° hinten 45° Lenkeinschlag möglich. Das bringt verhältnismäßig enge Wenderadien, allerdings muss berücksichtigt werden, dass sich der Selbstfahrer mit weit überstehender Fräse fast wie ein Bus fährt.
Die Baulänge ist nur dank der serienmäßigen Allradlenkung manövrierbar.
(Bildquelle: Bensing)
Vorne schlägt der SPW bis zu 20° und hinten bis zu 45° ein.
(Bildquelle: Bensing)
Hydraulisch gespannt
Apropos Fräse: Die ist beim SPW 2 m breit und hat einen Durchmesser von 68 cm. Die Messer sind spiralförmig aufgeschraubt und gegen (2.500 Euro) Aufpreis auch mit Wolfram-Carbid beschichtet. Laut Kuhn können knapp 90 KW/120 PS auf die Fräse übertragen werden. Sollte das Futter, z. B. feste Grassilage, schwer entnehmbar sein, drehen die Schnecken langsamer, weil die Fräse dann Vorrang im Hydrauliksystem hat. Mit dem langen Fräsarm ist eine Entnahmehöhe von gut 5 m realisierbar. Laut Kuhn kann der Mischwagen pro Minute mehr als 2,4 t Mais aus dem Silo fräsen. Die Anschnittfläche kann sich sehen lassen.
Der Elevator hat 65 cm Breite und 38 cm Höhe — groß dimensioniert also. Der Fräsarm ist nicht mittig, sondern tangential zum Mischbehälter platziert, damit soll das Futter schnell in die Mischrichtung geleitet werden, außerdem entsteht Platz für das Fahrerhaus. Sehr gut gefallen hat uns die automatische Elevatorbandspannung via Hydraulikzylinder. Egal ob Sommer oder Winter, das Elevatorband ist immer optimal gespannt.
Mit der offenen Umlenkrolle sollen auch Futterreste keine Probleme bereiten. Die Automatik steuert in Abhängigkeit des Öldrucks die Absenkgeschwindigkeit. Kuhn hat den Hubzylinder mit einer Stickstoffblase versehen, damit federt der Arm komfortabel beim Transport. Weil sämtliche hydraulischen Funktionen schwarz-weiß angesteuert werden, muss man im Terminal die richtige Einstellung für das Senkverhalten erst einmal finden. Die Absenkautomatik steuert hingegen vollkommen automatisch die Senkgeschwindigkeit über den anstehenden Öldruck an der Fräse.
Der Joystick in der rechten Konsole ist für den Fahrantrieb. Das Terminal hat drei Bedienebenen: Belade-, Entlade- und Transportmodus. Damit findet sich der Fahrer schnell zurecht und die Tasten auf dem Joystick werden je nach Modi neu belegt.
Das Wiegesystem beruht auf der klassischen Waage mit drei Wiegestäben und einem Rezeptmenü mit bis zu 99 Rezepten. Zudem lässt sich die Mischzeit je Menü bzw. Komponente einspeichern und gegen Aufpreis (3.025 Euro) ist der Datentransfer samt Cloud-Service lieferbar.
Und das Mischen selbst? Wir haben eine einfache Ration aus Stroh, Gras- und Maissilage samt Ausgleichsfutter angemischt. Die beiden Edelstahlschnecken drehen mit 15 bis 50 U/min. Sie sind über eine wartungsfreie Kardanwelle miteinander verbunden. Den Mischvorgang hat der Fahrer über eine Kamera im Blick. Hat man das lange Gefährt dann in den Stall gelotst, ist der Austrag ebenfalls im Nu erledigt. Das Futter wird locker ausgetragen und war augenscheinlich gut durchmengt.
Weitere Details zum Kuhn SPW Power 19.2 DL selbstfahrenden Mischwagen
Die Kabine ist höher angebracht als beim kleineren SPV Wagen. Damit ist die Sicht nach rechts verbessert.
Die Frontscheibe ist beheizbar.
Ein großer reversierbarer Lüfter sorgt für freie Kühler.
Für 9.000 Euro Aufpreis verlängert Kuhn die Garantie um 3 Jahre bzw. 4.500 h.
Das hydraulische Austragsband hinten ist zu empfehlen, weil der Fahrer damit nicht so dicht ans Fressgitter manövrieren muss.
(Bildquelle: Bensing)
Das Futter wird von zwei Vertikalschnecken mit je fünf Messern gemischt. Der Eintrag erfolgt tangential.
(Bildquelle: Bensing)
Fazit
Lang ist der neue Kuhn SPW Power, aber dafür gerade mal 2,75 m hoch. Ein großer Vorteil, wenn in Altgebäuden gefüttert werden soll. Die Technik von Kuhn macht einen soliden Eindruck. Und wenn man sich mal an das „Busfahren“ gewöhnt hat, lassen sich auch enge Stalleinfahrten meistern.