Traktoren im Generationen-Vergleich: Case IH Puma 225 CVX gegen Case IH Puma 260 CVX
Der Puma von Case IH ist mittlerweile eine echte Institution im Produktprogramm der Roten. Seit vergangenem Jahr knackt der Berglöwe die 300-PS-Marke. Wir haben zwei Modelle miteinander verglichen.
Angriffslustig, so wirbt Case IH gerne mit dem Puma, das Raubtier ist der Namensgeber für die Mittelklasse. Die Baureihe ist bei CNH konzernübergreifend ebenfalls von Steyr und mit etwas anderer Bedienung auch von New Holland erhältlich.
Bei Case IH gibt es immer noch die X-Modelle als einfachen Einstieg in die Puma-Baureihe, gefolgt vom Multicontroler MC bis zum hoch ausgestatteten CVX-Modell mit stufenlosem Getriebe. Vor allem der Puma mit dem CVX-Getriebe ist für viele Betriebe ein interessanter Kandidat für den universellen Einsatz. Beim aktuellen Topmodell legt der Hersteller in puncto Leistung eine Schippe drauf, obwohl der Rumpfmotor in den vergangenen 15 Jahren mit 6,7 l Hubraum derselbe ist.
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Angriffslustig, so wirbt Case IH gerne mit dem Puma, das Raubtier ist der Namensgeber für die Mittelklasse. Die Baureihe ist bei CNH konzernübergreifend ebenfalls von Steyr und mit etwas anderer Bedienung auch von New Holland erhältlich.
Bei Case IH gibt es immer noch die X-Modelle als einfachen Einstieg in die Puma-Baureihe, gefolgt vom Multicontroler MC bis zum hoch ausgestatteten CVX-Modell mit stufenlosem Getriebe. Vor allem der Puma mit dem CVX-Getriebe ist für viele Betriebe ein interessanter Kandidat für den universellen Einsatz. Beim aktuellen Topmodell legt der Hersteller in puncto Leistung eine Schippe drauf, obwohl der Rumpfmotor in den vergangenen 15 Jahren mit 6,7 l Hubraum derselbe ist.
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Das Kraftwerk von FPT (Fiat-Power-Train), ehemals Iveco, ist in der Praxis sehr beliebt. Nicht nur aufgrund der Laufruhe, sondern auch aufgrund des niedrigen Dieselverbrauchs bei guter Leistungsentfaltung. Anders als in den kleineren Puma-Modellen ist im neuen 260er ein elektrisch verstellbarer Turbolader integriert, der unter anderem diese Mehrleistung von immerhin 50 PS im Vergleich zum bisherigen Top-Modell ermöglicht.
Auge um Auge — neben dem neuen Kabinendesign ist der Neue vor allem wegen der Bereifung wuchtiger als der 225er.
(Bildquelle: Colsman)
Den wohl größten Unterschied erkennt der Fahrer in der Kabine.
(Bildquelle: Colsman)
Überarbeitete Armlehne samt neu entwickeltem Joystick sowie farbigem A-Holm-Display zählen nun zum Interieur. Hier bietet der neue viel Komfort. Zudem ist die Kabine sehr leise und beim Platzangebot um 8 % gewachsen.
(Bildquelle: Colsman)
Unverkennbar bei den ersten Pumas ohne SCR-System: der Klang des 6,7-l-FPT-Motors.
(Bildquelle: Colsman )
Schon damals konnte der Puma mit der einfachen Bedienung des Getriebes samt geteilten Handgashebeln punkten.
(Bildquelle: Colsman)
Aber was den Klang angeht, ist der Puma von 2011 in jedem Fall das Maß der Dinge. Ohne jegliche Technik zur Abgasnachbehandlung hat der Motor ein unverkennbares Motorengeräusch, dass jeden schneller hören als sehen lässt, wo der Schlepper gerade fährt. Dabei ist das Geräuschniveau in der Kabine mit 69 db(A) nicht laut. Anwohner, die das Gebrüll der Raubkatze den ganzen Tag zu ertragen haben, sind sicher nicht gerade davon angetan.
Hier punktet in jedem Fall die Ingenieurskunst der neuen Puma-Generation. Mit nur 65 db(A) in der Kabine ist der 260er nochmals leiser geworden, und man muss zweimal hinhören, ob der Motor des Schleppers arbeitet oder nicht. Auch die Geräuschkulisse außen ist deutlich ruhiger geworden. Mit der Abgasnachbehandlungstechnik von CNH, die nur mit AdBlue arbeitet (ohne DPF und AGR), wird der Klang des Motors im großen SCR-Filter gebrochen. Sicherlich schade für den echten Puma-Liebhaber, aber wichtig für das harmonische Verhältnis mit den Nachbarn.
Vier Fahrbereiche beim CVX
Das stufenlose Getriebe CVX arbeitet mit vier Fahrbereichen und drei Synchronsätzen. Die Fahrbereiche werden mit der sogenannten Doppelkupplungs-Technologie geschaltet, wie man sie von Autos kennt.
Mit der Vorstellung des Puma CVX wurde auch die neue Bedienarmlehne samt Bedienlogik eingeführt. Diese hat sich bis heute kaum verändert, sieht man vom neuen Multifunktionshebel ab. Das doppelte Handgas und die Möglichkeit den Schlepper mit Schieberegler zu be- oder zu entschleunigen, sind nach wie vor sehr beliebt. Aufgeräumt hat Case IH die Armlehne, wenngleich die vielen kleinen Folientaster durch weniger, aber nicht immer sofort greifbaren Druckknöpfen ersetzt wurden.
Kürbisse von Sprenker schmücken dezent die beiden Puma-Nasen. Das neue Design vom Quadtrac bis zum Maxxum ist jetzt einheitlich.
(Bildquelle: Colsman)
Selbst wenn der Alte näher herangefahren kommt: Bei der Beleuchtung ist die Schlepperentwicklung heutzutage den alten Generationen weit voraus — LED sei Dank.
(Bildquelle: Colsman)
Bei Sprenkers ist der 225er für den Pflanzenschutz und den Transport zuständig. Über 9.000 Stunden hat der Schlepper von 2011 auf der Uhr.
(Bildquelle: Colsman)
Der neue Puma soll als starker Allrounder mit vielseitigem Einsatz punkten.
(Bildquelle: M. Velderman)
Bei der Hydraulik hat sich nicht viel getan. Die Hydraulikpumpe ist beim neuen Puma bis zu 170 l/min groß. Das war sie auf Wunsch beim älteren Puma auch schon. Das Hubwerk samt Achsen wurde verstärkt und soll laut Case IH fortan bis zu 10,4 t stemmen — 2 t mehr als beim 225 CVX.
Fazit
Der Berglöwe Puma hat bei Case IH schon Tradition. Der neue Puma brüllt deutlich leiser, ist dafür aber stärker geworden. So knackt er erstmals die 300-PS-Marke beim Puma 260 CVX. Kostete der Schlepper damals etwas mehr als 200.000 Euro, sind für den neuen Puma laut Liste stolze 366.000 Euro ohne Mehrwertsteuer zu berappen.
Der Puma steht für Stärke und Beweglichkeit. Der tierische Vergleich kam und kommt häufiger vor, z. B. beim Kartoffelroder von AVR, beim Knicklenker von Steiger oder beim legendären Puma von Eicher. Aber auch Exoten aus Osteuropa nutzen den Namen.
(Bildquelle: Werkbilder, Schubert )
(Bildquelle: Werkbilder, Schubert )
(Bildquelle: Werkbilder, Schubert )
(Bildquelle: Werkbilder, Schubert )
Der Bohnenspezialist
Sprenker mag Vielfalt
Direkt vor den Toren Beckums liegt der Betrieb Sprenker, der neben einem Hofladen 3.000 Schweine hält. Vor einem Zementwerks gelegen, bewirtschaftet der Landwirt 200 ha Acker mit zum Teil schwersten Böden ohne Pflug. Für seinen eigenen Hofladen baut Sprenker neben Kürbissen auch verschiedenste Hülsenfrüchte an. Dazu zählen sowohl Soja als auch die nicht reif geerntete, dann als Edamame bezeichnete Sojabohne — ein Trendsnack aus Asien.
Außerdem werden verschiedenste Bohnen z. B. Borlotti, Black Beans, Red Kidneys und die weiße Cannelini angebaut. Im Hofladen steht z. B. ein Falafelmix aus Ackerbohnenmehl.
Die Vielfalt ist groß und Benedikt Sprenker ist von seiner Öffentlichkeitsarbeit überzeugt: „Vegetarier, die bei mir Bohnen kaufen, dürfen wissen, dass die Reste von unseren Schweinen verwertet werden. Landwirtschaft ist und bleibt ein Kreislauf.“