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Gut zu wissen
- Ein Aufschweißen oder Aufbohren der Drehgelenks-Aufnahmen ist nicht erforderlich.
- Aufgrund der vielen Variationen werden die Preise auf Anfrage beim Hersteller genannt.
- Bei vielen Forstmaschinen werden solche Bolzen bereits bei der Erstausrüstung verwendet.
Das Instandsetzen ausgeschlagener Aufnahmebohrungen von Drehgelenken ist nicht einfach: Entweder werden diese auf das nächste Passmaß aufgebohrt und mit Hülsen versehen oder von einer Spezialfirma aufgeschweißt und anschließend auf das jeweilige Maß ausgespindelt. Der eingelaufene Bolzen wird im Anschluss ersetzt.
Dabei können sie „Unrundheiten“ von bis zu 1,5 mm ausgleichen. Anschließend sitzt der Gelenkbolzen fest in der Aufnahme. Laut Hersteller soll so ein weiteres Ausschlagen der Bohrungen verhindert werden und die Standzeit des Gelenks um bis zu sechsmal höher sein. In der Kundschaft seien bereits Gelenkbolzen seit über 50 000 Betriebsstunden ohne Wechsel im Einsatz.
„Bis jetzt haben wir die Gelenkbolzen in über 60 000 verschiedenen Variationen gefertigt“, erzählt uns Produktspezialist Stefan Fürst von Nord-Lock.
Instandsetzung der Drehlagerung
Nach dem Lösen der Bolzensicherung (in diesem Fall durch eine Mutter) wird der alte Bolzen herausgeschlagen. Das entstandene Spiel zwischen den ausgeschlagenen Bohrungen in der Aufnahmegabel und dem eingelaufenen Bolzen ist gut sichtbar. Vor allem bei der Straßenfahrt war das ausgeschlagene Drehgelenk ein Problem: Der Pflug pendelte in Transportstellung bis zu 20 cm nach links und rechts. Zudem ist der Reifen des aufgesattelten Pflugs durch das Gelenkspiel einseitig abgelaufen.
Zudem bestimmen wir die Außenbreite sowie die Materialstärke links und rechts der Aufnahmegabel. Diese beträgt beidseitig 3 cm. Die Breite liegt bei rund 30 cm. Da außerhalb der Aufnahmen genug Platz vorhanden ist, sind in unserem Fall keine weiteren Messungen erforderlich. Ansonsten sind alle erforderlichen Maße dem jeweiligen Bestellbogen zu entnehmen.
Im Inneren des mittleren Lagersitzes am Pflugrahmen befinden sich zwei Lagerhülsen, in denen der Bolzen des Drehgelenks geführt wird. Auch diese ersetzen wir bei der Reparatur und bestellen sie beim jeweiligen Landmaschinenhersteller (in diesem Fall Lemken) neu. Am einfachsten wird die linke Hülse von rechts und die rechte Hülse von links herausgeschlagen. Dazu nutzen wir ein vorne leicht gebogenes Demontageeisen mit dem wir vor die Hülsenkanten stoßen und sie mit einem Hammer ausschlagen.
So entstehen an den neuen Hülsen keine Beschädigungen oder Grate, die beim Einstecken des neuen Bolzens hinderlich sind. Über die eingearbeiteten Schmierkanäle in den Lagerhülsen gelangt später Fett aus dem mittleren Zwischenraum nach außen zwischen Lagerhülse und Bolzen — das Abschmieren sollte nach der Montage also nicht vergessen werden!
Einbau des Gelenkbolzens
Vor dem Einbau des neuen Gelenkbolzens müssen die Aufnahmebohrungen und auch die zwei konisch zulaufenden Enden des Bolzens gut gefettet werden. Anschließend wird an einer Seite des Bolzens die Hülse aufgeschoben und mit einer der beiliegenden Scheiben sowie einer M24-Schraube mit Feingewinde zunächst lose gesichert.
Die Aufnahmegabel am Anbaubock des Pflugs wird am Pflugrahmen ausgerichtet. Der Gelenkbolzen wird daraufhin mit der nicht montierten Seite voran mit Hilfe eines Kunststoffhammers in die Aufnahme geschlagen. Wichtig ist, dass der Bolzen nicht zu weit hineingetrieben wird. In unserem Fall muss das Bolzenende genau mit der Außenkante der Aufnahme abschließen, bevor die zweite Hülse angebracht wird.
Ist der Bolzen zentriert angebracht und schauen beide Hülsen gleichweit heraus (etwa 5 mm), zieht man die beiden äußeren Schrauben zunächst handfest an. Danach folgt das wechselseitige Anziehen mit einem Drehmomentschlüssel. In unserem Fall ziehen wir beide Schrauben zunächst mit einem Drehmoment von 300 Nm an. Im nächsten Schritt mit dem geforderten Anzugsmoment von 500 Nm. Die Anzugsmomente lassen sich der im Paket beiliegenden Tabelle entnehmen. Nun ist die Reparatur beendet. Zur Sicherheit sollte der neue Gelenkbolzen nach der ersten Arbeit erneut mit dem geforderten Drehmoment nachgezogen werden, da sich die Spannhülsen in den Aufnahmebohrungen anfangs noch etwas setzen können.