Joskin erweitert Kapazitäten in Polen
Nachdem Joskin 2024 einen neuen Standort in Luxemburg errichtet hat, sollen jetzt auch die Kapazitäten am Standort in Polen erweitert werden.
vor einem Monat
Seit 1999 betreibt Joskin neben dem Hauptstandort in Belgien ein Werk in Polen. Hier werden unter anderem Güllefässer, Miststreuer, Anhänger, Häckseltransportwagen, Viehwagen, Plattformanhänger, Grünland-Pflegetechnik und Gülle-Applikationstechnik gefertigt.
Aufbau und Erweiterung des Joskin Werks in Polen
Unter den 380 Mitarbeitern sind aktuell etwa 90 Schweißer, die von insgesamt neun automatisierten Robotern unterstützt werden. Das Herzstück der Anlage ist die Feuerverzinkungsanlage mit einem 8.750 m³ Zinkbecken. Hier werden für alle Joskin-Standorte Bauteile verzinkt.
Das 25,5 ha große Gelände bietet aktuell etwa 72.000 m² Hallenfläche. Zum einen möchte der belgische Hersteller die Gesamtfläche um 6 ha erweitern, zum anderen sollen auch weitere Gebäude errichtet werden.
Senior-Chef Victor Joskin berichtete bei unserem Werksbesuch Ende Februar von seinen Vorhaben. „Ich habe gerade heute Morgen mit dem verantwortlichen Architekten die finalen Gespräche geführt. Die Erweiterung wird 2,1 Hektar überdachte Fläche betragen“, sagte der Firmengründer.
Die neuen Gebäude umfassen eine Pulverbeschichtungs-Anlage, die die Tauch-Lackieranlage und die Feuerverzinkung unterstützen sollen. Hier werden vor allem Bauteile aus dünnem Material bearbeitet – zum Beispiel die Klappen der Dreiseitenkipper. Auch eine Schweißabteilung für diese Bauteile wird in den neuen Gebäuden untergebracht. Ebenfalls ist eine gesamte Montagelinie für diese Produkte eingeplant.
Auch die Schweißabteilung für Bauteile, die später Feuerverzinkt werden, lagert Joskin in die neuen Gebäude aus. Zur Vorbereitung der Güllefässer vor der Lackierung wird eine Werkstatt errichtet. Die restlichen Hallenflächen dienen der Lagerung von Bauteilen, um die anderen Hallen bzw. die Montagelinien in den bestehenden Hallen zu entlasten und zu erweitern.
Joskin betont, dass mit der Erweiterung des polnischen Werkes die Kapazitäten in anderen Werken nicht reduziert oder die Werke gar geschlossen werden. Außerdem legt er Wert darauf zu betonen, dass für die Bauarbeiten keine fruchtbaren Ackerböden versiegelt werden. „Die geplanten Flächen sind alle in der polnischen Bodenklasse 5 bewertet. Bei Flächen dieser schlechten Bodenklasse hat der Bürgermeister die Möglichkeit diese Flächen von Ackerland in Industrieflächen umzubenennen.“