Nachernte-Prozessor am Mähdrescher: Den Körnern an den Kragen
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Gut zu wissen
- Der Seed Terminator sorgt mit zwei Hammermühlen für die Vernichtung des Keimpotenzials.
- Die Verteilung erfolgt durch den Strohhäcksler bzw. rechts und links des Mähdreschers.
Wie weit sich diese Ziele unter deutschen Erntebedingungen umsetzen lassen, soll die kommende Druschsaison zeigen. Fakt ist aber: Sowohl der australische Seed Terminator als auch die kanadische Seed Control Unit (SCU) werden in ihren Herkunftsländern schon seit einigen Jahren eingesetzt. Für den deutschen Markt übernimmt beim Seed Terminator Zürn Harvesting den Vertrieb, die Redekop SCU ist bei Oria Agriculture erhältlich. Beiden Systemen gemeinsam ist die integrierte Montage am Heck des Mähdreschers für eine mechanische Bearbeitung des Siebmaterials.
Der Kanadier
Der Antrieb erfolgt mechanisch über eine zusätzliche Riemenscheibe an der Welle des Strohhäckslers. Die SCU von Redekop wiegt rund 360 kg und wird unterhalb des Strohhäckslers montiert. Bei voller Belastung nennt Redekop einen Leistungsbedarf der Mahlanlage von bis zu 59 kW/80 PS. Soll das Mahlwerk nicht mitlaufen, kann es über einen Freilauf stillgelegt werden — so wird ein unnötiger Leistungsverlust vermieden. Das Material aus der SCU wird nach der Bearbeitung wieder dem Gutfluss am Strohhäcksler zugeführt und so über die komplette Schneidwerksbreite verteilt.
Bisher wird die Seed Control Unit nur für Mähdrescher der S-Serie von John Deere angeboten. Für diese ist auch eine integrierte Bedienung im GreenStar-Terminal erhältlich.
Die Australier
Der Landwirt und Maschinenbauingenieur Dr. Nick Berry hat das System entwickelt, da er mit den seinerzeit erhältlichen angehängten Lösungen nicht zufrieden war. Er wollte eine kompakte, integrierte Einheit.
Der Seed-Terminator sorgt mit einer mehrstufigen Hammermühle dafür, dass die Unkrautsamen den Mähdrescher größtenteils keimunfähig verlassen. Eine Reduzierung des Unkrautpotenzials (in Raygrass) um 96 % sind laut dem Entwickler möglich. Dafür werden mit Quetschen, Schlagen, Brechen und Mahlen vier Zerkleinerungsverfahren genutzt. Die rotierenden Hammereinheiten schleudern das Material durch bis zu drei feststehende Körbe. Um verschleißfest zu sein, setzt Seed Terminator auf eine Beschichtung aus Wolframkarbid.
Der Antrieb des 750 kg schweren Seed-Terminators erfolgt mechanisch. Als Leistungsbedarf sind in der Spitze bis zu 74 kW/100 PS angegeben. Zürn verspricht eine gleichbleibende Zerkleinerung in einem Drehzahlbereich von 2 200 bis 3 000 U/min, also auch wenn die Motordrehzahl des Mähdreschers bei feuchtem Material kurzzeitig abfällt. Das bearbeitete Material wird beim Seed Terminator über zwei Ausblasöffnungen rechts und links vom Mähdrescher verteilt.
In Australien sind bereits Kits für Claas, John Deere, Agco, New Holland und Case IH im Einsatz und auch für Europa erhältlich.
In Australien gibt es zudem noch den Landwirt und Tüftler Ray Harrington. Er entwickelt bereits seit über 20 Jahren Systeme für die Zerstörung von Unkrautsamen im Mähdrescher. Der aktuelle Harrington Seed Destructor, der ebenfalls mit zwei rotierenden Mahlwerken arbeitet, ist in Europa allerdings bisher nicht erhältlich.